Die Berufung leben wollen, aber der Brotjob steht im Weg
Berufung und finanzielle Sicherheit müssen sich nicht zwangsläufig ausschliessen - oft gibt es Zwischenwege, die beides in einem realistischen Mass ermöglichen. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Die eigene Berufung leben zu wollen, aber der Brotjob steht im Weg – dieser Konflikt beschreibt die Spannung zwischen dem Wunsch nach erfüllender Tätigkeit und der Notwendigkeit finanzieller Sicherheit. Die Berufung wird nur in der knappen Freizeit verfolgt, die Energie dafür ist nach dem Brotjob oft schon aufgebraucht, und ein vollständiger Wechsel fühlt sich finanziell zu riskant an. Die Diskrepanz führt zu anhaltender Unzufriedenheit und dem Gefühl, gefangen zu sein.
Mögliche Ursachen:
- Eine Berufung, die finanziell nicht ausreichend tragfähig erscheint
- Bestehende finanzielle Verpflichtungen, die einen radikalen Wechsel riskant machen
- Fehlende Vorstellung davon, wie sich Berufung und finanzielle Sicherheit kombinieren liessen
- Die Annahme, dass Berufung und Brotjob sich grundsätzlich ausschliessen müssen
- Die Sorge, durch die Kommerzialisierung der Berufung deren ursprünglichen Wert zu verlieren
Typische Gedanken:
- Ich möchte meine eigentliche Berufung leben, aber ich kann es mir finanziell nicht leisten
- Muss ich mich zwischen Erfüllung und Sicherheit entscheiden?
- Wie schaffen es andere, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen?
- Ich fühle mich in meinem Brotjob gefangen, obwohl er mich finanziell absichert
Typische Situationen:
- Die eigentliche Berufung wird nur in der knappen Freizeit neben dem Brotjob verfolgt
- Der Gedanke an einen vollständigen Wechsel zur Berufung fühlt sich finanziell zu riskant an
- Die Energie für die Berufung ist nach dem Brotjob häufig bereits aufgebraucht
- Die Diskrepanz zwischen Brotjob und Berufung führt zu anhaltender Unzufriedenheit
Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen
Erfahrene Coaches lösen das Entweder-oder in ein Verhältnis auf. Die Frage ist selten «Berufung oder Sicherheit», sondern «in welchen Schritten und in welchem Mischungsverhältnis». Ein Brotjob kann die Bühne finanzieren, auf der die Berufung wächst, bis sie selbst einen Teil trägt. Wer nur den Sprung sieht, übersieht die Brücke: die schrittweise Verschiebung des Verhältnisses über Jahre.
Fragen, die dir helfen können
- Wie viel Raum bekommt die eigene Berufung aktuell tatsächlich neben dem Brotjob?
- Gibt es Möglichkeiten, die Berufung schrittweise stärker in den beruflichen Alltag zu integrieren?
- Welche finanziellen Rahmenbedingungen müssten erfüllt sein, um mehr Risiko für die Berufung einzugehen?
- Welche Zwischenwege (Teilzeit, Nebentätigkeit) wurden bisher noch nicht in Betracht gezogen?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Bewusst mehr Zeit und Energie für die Berufung im aktuellen Alltag reservieren
- Prüfen, ob eine schrittweise Reduktion des Brotjobs zugunsten der Berufung finanziell realistisch ist
- Möglichkeiten erkunden, die Berufung nebenberuflich in ein tragfähiges Zusatzeinkommen zu verwandeln
- Realistische Zwischenschritte statt eines abrupten kompletten Wechsels entwickeln
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Ein Coaching ist sinnvoll, wenn der Konflikt stark belastet und ein Weg zu mehr Erfüllung gesucht wird, ohne die finanzielle Basis leichtfertig aufzugeben. Auch wenn bisher nur die Extreme – alles so lassen oder alles hinwerfen – betrachtet wurden. Wer seine Berufung bewusst als Hobby führt und damit im Reinen ist, braucht keine Begleitung.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Im Coaching wird ein realistischer Weg entwickelt, der Berufung und finanzielle Sicherheit in einem für die eigene Situation stimmigen Mass verbindet. Konkret wird geprüft, wie viel Raum die Berufung aktuell wirklich bekommt, ob sich der Brotjob schrittweise reduzieren lässt und welche Zwischenwege – Teilzeit, Nebentätigkeit, tragfähiges Zusatzeinkommen – bisher nicht betrachtet wurden. Ein erster Schritt kann sein, für die Berufung feste Zeit im Alltag zu reservieren, bevor sie aufgebraucht ist. Was sich verändert: Aus einem Entweder-oder wird eine Dosierung.




