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Nach einer Trennung wegen Untreue wieder Boden unter den Füßen finden

Eine Trennung wegen Untreue verlangt neben der Trauer über die Beziehung auch eine bewusste Verarbeitung des Vertrauensbruchs. Diese Seite zeigt, wie dieser Prozess gelingen kann.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Nach einer Trennung wegen Untreue wieder Boden unter den Füssen zu finden, bedeutet, nicht nur den Verlust der Beziehung, sondern auch einen tiefen Vertrauensbruch zu verarbeiten. Wiederkehrende, quälende Gedanken über die Umstände, starke Selbstzweifel («war ich nicht genug?»), Misstrauen gegenüber künftigen Partnern und der Vergleich mit der «anderen Person» belasten zusätzlich.

Mögliche Ursachen:

  • Der doppelte Verlust von Beziehung und grundlegendem Vertrauen
  • Selbstzweifel darüber, ob die eigene Person oder Beziehung "nicht genug" war
  • Wiederkehrende, quälende Gedanken über die Umstände der Untreue
  • Die Sorge, künftigen Beziehungen nicht mehr vertrauen zu können
  • Öffentliche oder soziale Aspekte, wenn das Umfeld von der Untreue erfährt

Typische Gedanken:

  • War ich nicht genug für ihn/sie?
  • Wie konnte ich das nicht bemerken?
  • Kann ich überhaupt jemals wieder jemandem vertrauen?
  • Diese Verletzung fühlt sich anders an als eine normale Trennung

Typische Situationen:

  • Wiederkehrende, aufdringliche Gedanken an die Umstände der Untreue
  • Starkes Misstrauen gegenüber zukünftigen potenziellen Partner:innen
  • Das eigene Selbstwertgefühl ist durch die Untreue stark erschüttert
  • Der Vergleich mit der vermeintlich "anderen Person" belastet zusätzlich

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches unterscheiden die Trennung vom Vertrauensbruch. Bei jeder Trennung trauert man um die Beziehung, die Zukunft, die gemeinsame Geschichte. Bei einer Trennung wegen Untreue kommt eine zweite, andere Verletzung dazu: das Erschüttern des Grundvertrauens – in den anderen, in die eigene Wahrnehmung, manchmal in den eigenen Wert. Diese zweite Verletzung folgt eigenen Regeln und braucht eigene Arbeit. Und eine wichtige Einordnung: Untreue ist eine Entscheidung des untreuen Partners, kein Urteil über den betrogenen.

Fragen, die dir helfen können

  • Was genau wiegt schwerer - der Verlust der Beziehung oder der Vertrauensbruch selbst?
  • Wie stark beeinflusst die Untreue aktuell das eigene Selbstwertgefühl?
  • Was würde helfen, das eigene Vertrauen in zukünftige Beziehungen wieder aufzubauen?
  • Welche Fragen zur Untreue selbst müssen noch geklärt werden, welche lassen sich loslassen?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Die eigenen Gefühle zur Untreue bewusst von der allgemeinen Trennungsverarbeitung unterscheiden
  • Sich bewusst machen, dass Untreue meist mehr über den untreuen Partner als über die eigene Person aussagt
  • Den Austausch mit vertrauten Menschen über das Erlebte suchen
  • Sich Zeit für den Wiederaufbau von Vertrauen geben, ohne sich dazu zu drängen

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Wenn die Trennung wegen Untreue dein Selbstwertgefühl und Vertrauen stark erschüttert hat, wenn dich aufdringliche Gedanken an die Umstände verfolgen, oder wenn du fürchtest, nie wieder jemandem vertrauen zu können – dann lohnt es sich, den Vertrauensbruch getrennt zu verarbeiten.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Ein Coach trennt den Vertrauensbruch von der eigenen Selbstwahrnehmung und entwickelt einen Weg zum Wiederaufbau von Selbstvertrauen und Vertrauen in andere: die Gefühle zur Untreue bewusst von der allgemeinen Trennungsverarbeitung unterscheiden, sich bewusst machen, dass Untreue mehr über den untreuen Partner aussagt, sich Zeit für den Wiederaufbau von Vertrauen geben. Was sich verändert: Zwei Verletzungen bekommen zwei getrennte Verarbeitungswege.

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