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Eine Entscheidung treffen müssen, die andere enttäuschen könnte

Wenn eine Entscheidung vor allem deshalb schwerfällt, weil sie andere enttäuschen könnte, geht es meist um mehr als nur die konkrete Situation - oft steht die eigene Abgrenzungsfähigkeit im Mittelpunkt. Diese Seite zeigt, wie sich das auflösen lässt.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Manche Entscheidungen sind für einen selbst klar - schwer wird es erst, weil sie andere Menschen enttäuschen könnten: Eltern, Partner, Freunde oder Kolleginnen und Kollegen. Die Sorge um die Reaktion der anderen kann dann grösser werden als das eigentliche Anliegen.

Mögliche Ursachen:

  • Starkes Verantwortungsgefühl gegenüber den Erwartungen anderer
  • Angst vor Konflikt oder Ablehnung
  • Frühere Erfahrungen, bei denen ähnliche Entscheidungen zu echtem Streit geführt haben
  • Die eigene Position wurde bisher selten gegen die Erwartungen anderer behauptet

Typische Gedanken:

  • Ich will niemanden enttäuschen, aber ich kann es nicht allen recht machen
  • Was werden die anderen von mir denken?
  • Eigentlich weiss ich, was ich will - aber ich traue mich nicht, es zu sagen
  • Es fühlt sich egoistisch an, mich für mich selbst zu entscheiden

Typische Situationen:

  • Einen Studiengang oder Beruf wählen, der nicht den Erwartungen der Eltern entspricht
  • Eine Familienfeier absagen, weil man selbst andere Prioritäten hat
  • Ein Jobangebot annehmen, das die Partnerin oder den Partner vor eine schwierige Situation stellt
  • Freundschaften oder Beziehungen beenden, obwohl das Umfeld dagegen ist

Fragen, die dir helfen können

  • Wessen Enttäuschung befürchte ich am meisten - und warum genau diese Person?
  • Was ist mir bei dieser Entscheidung wirklich wichtig, unabhängig von der Reaktion anderer?
  • Wie würde ich einer guten Freundin oder einem guten Freund in derselben Situation raten?
  • Was würde es bedeuten, die Enttäuschung der anderen auszuhalten, statt sie zu verhindern?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Die eigene Position schriftlich festhalten, bevor man mit anderen darüber spricht
  • Das Gespräch mit den Betroffenen bewusst und klar statt beiläufig führen
  • Zwischen der Verantwortung für die eigene Entscheidung und der Verantwortung für die Gefühle anderer unterscheiden
  • Sich auf eine mögliche negative Reaktion vorbereiten, statt sie zu vermeiden

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Coaching hilft, wenn die Rücksicht auf andere regelmässig eigene Entscheidungen verhindert oder verzögert und das Bedürfnis nach klarer Abgrenzung wächst.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird geübt, die eigene Position auch unter Druck zu behalten und Verantwortung für die eigene Entscheidung von der Verantwortung für fremde Gefühle zu trennen.

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