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Gehaltsverhandlung beim neuen Job – wie viel fordern?

Eine fundierte Gehaltsvorstellung entsteht aus konkreten Marktdaten und einer klaren eigenen Preisuntergrenze - nicht aus dem Bauchgefühl. Diese Seite zeigt, wie diese Vorbereitung gelingt.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Bei einem neuen Job die passende Gehaltsvorstellung zu nennen, ist eine der heikelsten Situationen im Bewerbungsprozess: Eine zu niedrige Forderung kostet über Jahre bares Geld, eine zu hohe könnte die Chancen auf die Stelle gefährden. Oft fehlen belastbare Informationen darüber, was für Position und Branche marktüblich ist – besonders bei einem Rollen- oder Branchenwechsel.

Mögliche Ursachen:

  • Fehlende Informationen darüber, was für die Position und Branche marktüblich ist
  • Unsicherheit über den eigenen Marktwert, besonders bei einem Branchen- oder Rollenwechsel
  • Die Sorge, mit einer zu hohen Forderung aus dem Auswahlprozess auszuscheiden
  • Wenig Erfahrung mit Gehaltsverhandlungen, insbesondere bei jüngeren Berufstätigen
  • Fehlende Klarheit darüber, welche Zusatzleistungen bei der Verhandlung mitgedacht werden sollten

Typische Gedanken:

  • Was, wenn ich zu viel verlange und die Stelle deswegen verliere?
  • Was, wenn ich zu wenig fordere und mich damit unter Wert verkaufe?
  • Ich habe keine Ahnung, was in dieser Position und Branche üblich ist
  • Ich will nicht gierig wirken, aber auch nicht zu bescheiden

Typische Situationen:

  • Vor dem Gespräch stundenlang nach vergleichbaren Gehältern recherchieren, ohne zu einer klaren Zahl zu kommen
  • Im Gespräch eine niedrigere Zahl nennen, als eigentlich geplant war
  • Nach dem Gespräch das Gefühl haben, sich unter Wert verkauft zu haben
  • Unsicher sein, ob eine Nachverhandlung nach einem ersten Angebot überhaupt möglich ist

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches weisen auf den Ankereffekt hin: Die erste im Gespräch genannte Zahl setzt den Rahmen, um den herum verhandelt wird. Wer die eigene Vorstellung zu tief ansetzt oder dem Gegenüber die erste Zahl überlässt, verhandelt danach nur noch nach unten. Deshalb lohnt sich die Vorbereitung genau an diesem Punkt: eine gut begründete, leicht über dem Ziel liegende Zahl parat zu haben – und sie ruhig aussprechen zu können.

Fragen, die dir helfen können

  • Welche Gehaltsspanne ist für diese Position und Branche realistisch recherchierbar?
  • Wo liegt die persönliche Untergrenze, unter die keinesfalls gegangen werden sollte?
  • Welche Zusatzleistungen (Homeoffice, Weiterbildung, Boni) könnten in die Verhandlung einfliessen?
  • Wie könnte eine selbstbewusste, aber nicht überzogene Formulierung der Gehaltsvorstellung aussehen?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Gehaltsvergleichsportale und Branchenreports für die konkrete Position nutzen
  • Eine realistische Gehaltsspanne statt einer einzelnen Zahl vorbereiten
  • Das Verhandlungsgespräch mit einer vertrauten Person üben
  • Neben dem Grundgehalt auch Zusatzleistungen als Verhandlungsmasse einplanen

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Wenn Unsicherheit über die passende Forderung besteht, wenn du stundenlang nach Vergleichswerten recherchierst, ohne zu einer Zahl zu kommen, oder wenn du nach früheren Gesprächen das Gefühl hattest, dich unter Wert verkauft zu haben – dann lohnt sich eine gezielte Vorbereitung.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Ein Coach erarbeitet eine realistische Gehaltsspanne aus Vergleichsportalen und Branchenreports, definiert eine klare eigene Untergrenze und plant Zusatzleistungen als Verhandlungsmasse mit ein. Die Verhandlungssituation wird einmal durchgespielt. Was sich verändert: Du gehst mit einer begründeten Zahl und einem Plan ins Gespräch, nicht mit einem Bauchgefühl.

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