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Der eigene Platz in der neuen Patchworkfamilie fehlt

Der eigene Platz in einer Patchworkfamilie entsteht nicht automatisch - er muss bewusst geschaffen und eingefordert werden. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Das Gefühl, keinen eigenen Platz in der neuen Patchworkfamilie zu haben, betrifft oft die Elternteile selbst. Zwischen leiblichen Kindern, Stiefkindern und Partner fühlt man sich nirgends wirklich zugehörig – der Alltag dreht sich fast ausschliesslich um die Bedürfnisse der Kinder, und die eigene Paarbeziehung kommt zu kurz. Man kümmert sich um alle und kommt dabei selbst nicht vor. Vertraute familiäre Strukturen aus der Zeit davor sind weggefallen, neue noch nicht entstanden.

Mögliche Ursachen:

  • Der Fokus liegt in Patchworkfamilien oft stark auf den Kindern, wodurch eigene Bedürfnisse zu kurz kommen
  • Unklare eigene Rolle zwischen leiblichen Kindern, Stiefkindern und Partner
  • Fehlende Zeit oder Räume, die ausschliesslich der eigenen Paarbeziehung gehören
  • Der eigene Anspruch, für alle Familienmitglieder gleichermassen präsent zu sein
  • Der Verlust vertrauter familiärer Strukturen aus der Zeit vor der Patchworkfamilie

Typische Gedanken:

  • Ich fühle mich in meiner eigenen neuen Familie manchmal fremd
  • Wo bleibe eigentlich ich in all dem?
  • Ich kümmere mich um alle, aber wer kümmert sich um mich?
  • Hat diese Familie überhaupt einen Platz für meine Bedürfnisse?

Typische Situationen:

  • Der Alltag dreht sich fast ausschliesslich um die Bedürfnisse der Kinder
  • Die eigene Paarbeziehung kommt in der neuen Familienkonstellation zu kurz
  • Sich selbst zwischen den unterschiedlichen Familienrollen verloren fühlen
  • Kaum Zeit oder Raum für die eigenen Interessen und Bedürfnisse finden

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches beschreiben die Rolle, in die man hier rutscht, als die des Gastgebers, der selbst nie Gast ist. Man sorgt dafür, dass alle – Kinder, Stiefkinder, Partner – ihren Platz finden, und steht selbst nicht auf der Liste. In einer Patchworkfamilie ist dieser Sog besonders stark, weil so viel zu vermitteln und auszugleichen ist. Der eigene Platz entsteht aber nicht, wenn man wartet, bis alles andere geregelt ist – er muss aktiv beansprucht werden.

Fragen, die dir helfen können

  • Welche eigenen Bedürfnisse sind seit der Gründung der Patchworkfamilie am stärksten zu kurz gekommen?
  • Wie viel bewusste Zeit gibt es aktuell für die Paarbeziehung ohne die Kinder?
  • Was würde helfen, sich selbst wieder mehr Raum in der Familie zu geben?
  • Welche Rolle wird für sich selbst in dieser Familie eigentlich gewünscht?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Bewusst feste Zeit für die Paarbeziehung ohne Kinder einplanen
  • Die eigenen Bedürfnisse offen gegenüber dem Partner und der Familie ansprechen
  • Eigene Interessen und Aktivitäten unabhängig von der Familienrolle bewusst pflegen
  • Ein offenes Gespräch mit dem Partner über die eigene Position in der Familie führen

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Ein Coaching kann helfen, wenn das Gefühl, keinen Platz zu haben, stark belastet – wenn kaum Zeit oder Raum für die eigenen Interessen bleibt und man sich zwischen den Familienrollen verliert.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird die eigene Rolle in der Patchworkfamilie bewusst gestärkt und sichtbar gemacht. Man plant feste Zeit für die Paarbeziehung ohne Kinder ein, spricht die eigenen Bedürfnisse offen an und pflegt eigene Interessen unabhängig von der Familienrolle. Was sich verändert: Der eigene Platz entsteht nicht mehr durch Warten, bis alles andere geregelt ist, sondern wird aktiv beansprucht – zuerst in der Partnerschaft.

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  • fühle mich fremd in neuer familie
  • rolle finden als neuer partner mit kindern