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Schlechtes Gewissen, egal ob bei der Arbeit oder bei den Kindern

Das schlechte Gewissen zwischen Job und Kindern entsteht oft aus einem unrealistischen Anspruch an vollständige Präsenz überall gleichzeitig. Diese Seite zeigt einen anderen Umgang damit.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Ein ständiges schlechtes Gewissen zu haben, egal ob man gerade bei der Arbeit oder bei den Kindern ist, ist eine typische Erfahrung berufstätiger Eltern - in keinem der beiden Bereiche fühlt man sich je vollständig präsent.

Mögliche Ursachen:

  • Hohe eigene Ansprüche daran, sowohl im Job als auch als Elternteil vollständig präsent zu sein
  • Gesellschaftliche oder familiäre Erwartungen an die "perfekte" Vereinbarkeit
  • Fehlende Akzeptanz dafür, dass Zeit und Aufmerksamkeit begrenzt sind
  • Der Vergleich mit anderen Eltern, die die Vereinbarkeit scheinbar mühelos meistern
  • Strukturelle Rahmenbedingungen (Arbeitszeiten, Betreuung), die wenig Flexibilität lassen

Typische Gedanken:

  • Bei der Arbeit denke ich an die Kinder, bei den Kindern an die Arbeit
  • Ich mache es nirgendwo richtig gut
  • Andere Eltern scheinen das viel entspannter hinzubekommen
  • Ich müsste eigentlich überall mehr geben können

Typische Situationen:

  • Im Büro an ein Ereignis zu Hause denken, das gerade verpasst wird
  • Zu Hause noch gedanklich bei unerledigten Aufgaben aus dem Job sein
  • Sich für Grenzen (z. B. pünktlicher Feierabend) rechtfertigen, obwohl sie notwendig sind
  • Das schlechte Gewissen zieht sich unabhängig von der tatsächlichen Situation durch den ganzen Tag

Fragen, die dir helfen können

  • Woher stammt der Anspruch, überall vollständig präsent sein zu müssen - eigene Erwartung oder äussere?
  • Was würde "gut genug" statt "perfekt" in beiden Bereichen bedeuten?
  • Welche konkreten Grenzen zwischen Job und Familie würden das schlechte Gewissen reduzieren?
  • Wie geht es anderen berufstätigen Eltern tatsächlich - entspricht der Vergleich der Realität?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Bewusste, klare Grenzen zwischen Arbeits- und Familienzeit setzen
  • Den eigenen Anspruch an Präsenz kritisch hinterfragen und realistisch anpassen
  • Mit anderen berufstätigen Eltern offen über die eigenen Zweifel sprechen
  • Kleine, bewusste Momente voller Präsenz statt durchgehender Vollzeitpräsenz anstreben

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Ein Coaching hilft, wenn das schlechte Gewissen den Alltag dauerhaft belastet und ein realistischerer Umgang mit den eigenen Ansprüchen fehlt.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird der eigene Anspruch an Vereinbarkeit auf ein realistisches Mass gebracht, sodass beide Lebensbereiche entlastender erlebt werden können.

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