Informationsflut überfordert das eigene Gedächtnis
Die Informationsflut lässt sich nicht reduzieren, aber der eigene Umgang damit durch bewusste Systeme deutlich verbessern. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Eine Informationsflut, die das Gedächtnis überfordert, gehört zum digitalen Alltag: Die Menge an Nachrichten, Terminen und Eindrücken übersteigt schlicht die Kapazität, sich alles zu merken. Wichtiges geht in der Masse unter, weil zu viel Unwichtiges dazwischenkommt. Der Versuch, alles im Kopf zu behalten, statt Systeme zu nutzen, führt in eine ständige Überforderung. Multitasking verschärft das Problem, weil es die Aufnahme zusätzlich stört.
Mögliche Ursachen:
- Eine deutlich gestiegene Menge an täglich zu verarbeitenden Informationen durch digitale Medien
- Fehlende Systeme, um wichtige Informationen strukturiert festzuhalten
- Der Versuch, sich alles im Kopf zu merken, statt externe Hilfsmittel zu nutzen
- Multitasking, das die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen zusätzlich erschwert
- Fehlende bewusste Filterung, welche Informationen tatsächlich wichtig sind
Typische Gedanken:
- Ich kann mir das alles einfach nicht mehr merken
- Es ist einfach zu viel, was täglich auf mich einprasselt
- Ich vergesse ständig wichtige Dinge, weil so viel Unwichtiges dazwischenkommt
- Wie soll ich mit dieser Informationsflut noch Schritt halten?
Typische Situationen:
- Wichtige Informationen gehen in der Masse an täglichen Eindrücken und Nachrichten unter
- Der Versuch, sich alles im Kopf zu merken, führt zu ständiger Überforderung
- Notizen oder Systeme zur Informationsorganisation werden bislang kaum genutzt
- Die eigene Aufmerksamkeit springt durch die Informationsflut ständig zwischen verschiedenen Themen hin und her
Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen
Erfahrene Coaches behandeln das Gedächtnis wie einen Arbeitsplatz, nicht wie ein Archiv. Ein Archiv soll alles aufbewahren – ein Arbeitsplatz soll das Nötige griffbereit haben und den Rest auslagern. Wer versucht, den Kopf als Archiv zu benutzen, verstopft ihn und findet nichts mehr. Die Entlastung kommt nicht durch bessere Merktechniken, sondern durch die Entscheidung, das Meiste konsequent nach aussen zu geben.
Fragen, die dir helfen können
- Welche Informationsquellen tragen am meisten zur eigenen Überforderung bei?
- Welche Systeme (Notizen, Kalender, Apps) werden aktuell genutzt, um wichtige Informationen festzuhalten?
- Wie liesse sich bewusster filtern, welche Informationen tatsächlich wichtig sind?
- Was würde helfen, das eigene Gedächtnis gezielt zu entlasten?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Ein einfaches, verlässliches System (Notizen, Kalender) zur Erfassung wichtiger Informationen einführen
- Bewusst weniger, aber gezieltere Informationsquellen nutzen
- Feste Zeiten für die Verarbeitung von Nachrichten und Informationen einplanen, statt sie durchgehend aufzunehmen
- Wichtige Informationen konsequent extern festhalten, statt sich allein aufs Gedächtnis zu verlassen
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Ein Coaching ist sinnvoll, wenn die Überforderung dauerhaft ist, wichtige Dinge regelmässig durchrutschen und bisher kaum ein verlässliches System zur Informationsablage existiert. Auch wenn zwar Tools vorhanden sind, aber nicht konsequent genutzt werden. Wer gelegentlich etwas vergisst, aber grundsätzlich den Überblick behält, braucht keine Begleitung.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Im Coaching wird ein einfaches, verlässliches System aufgebaut – Notizen, Kalender, ein Ort für alles Wichtige – und die Gewohnheit trainiert, es tatsächlich zu füttern. Parallel wird gefiltert: Welche Informationsquellen tragen zur Überforderung bei und lassen sich reduzieren. Ein erster Schritt kann sein, feste Zeiten für die Verarbeitung von Nachrichten festzulegen statt sie durchgehend aufzunehmen. Was sich verändert: Das Gedächtnis muss nicht mehr alles halten und wird dadurch wieder zuverlässiger bei dem, was zählt.





