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Das Gefühl, mit der Digitalisierung nicht mehr Schritt halten zu können

Das Gefühl, mit der Digitalisierung nicht Schritt zu halten, lässt sich durch bewusstes, schrittweises Lernen deutlich reduzieren. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Das Gefühl, mit der Digitalisierung nicht mehr Schritt halten zu können, entsteht, wenn im beruflichen Alltag laufend neue Werkzeuge und Prozesse eingeführt werden – oft ohne ausreichende Einarbeitung. Kaum hat man sich an eines gewöhnt, kommt das nächste. Der Vergleich mit versierteren Kolleg:innen lässt die eigene Unsicherheit als persönliches Defizit erscheinen, obwohl schlicht die Zeit zum ruhigen Einarbeiten fehlt. Der Gedanke an weitere Veränderungen erzeugt Erschöpfung schon im Voraus.

Mögliche Ursachen:

  • Eine hohe Frequenz neuer digitaler Tools und Systeme im beruflichen Alltag
  • Fehlende ausreichende Einarbeitung bei der Einführung neuer digitaler Prozesse
  • Der Vergleich mit digital versierteren Kolleg:innen, der die eigene Unsicherheit verstärkt
  • Eine grundsätzliche Unsicherheit im Umgang mit digitalen Systemen, die sich über die Zeit aufgebaut hat
  • Fehlende Zeit, sich in Ruhe mit neuen digitalen Anforderungen vertraut zu machen

Typische Gedanken:

  • Kaum habe ich mich an etwas gewöhnt, kommt schon das nächste neue System
  • Ich fühle mich der Digitalisierung einfach nicht gewachsen
  • Andere scheinen viel selbstverständlicher mit digitalen Tools umzugehen
  • Wie soll ich da noch mithalten?

Typische Situationen:

  • Neue digitale Systeme werden eingeführt, ohne dass ausreichend Zeit zur Einarbeitung bleibt
  • Der Umgang mit digitalen Tools fühlt sich im Vergleich zu Kolleg:innen unsicherer an
  • Die eigene Unsicherheit im Umgang mit Digitalisierung wird als persönliches Defizit wahrgenommen
  • Der Gedanke an weitere zukünftige digitale Veränderungen löst bereits im Voraus Erschöpfung aus

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches unterscheiden das Können von den Bedingungen, unter denen gelernt werden soll. Wer sich «nicht gewachsen» fühlt, verortet die Schwäche bei sich – dabei liegt die Ursache meist in der Einführung: keine Zeit, keine Anleitung, altes und neues System parallel. Unter solchen Bedingungen käme fast niemand mühelos mit. Die Frage ist nicht «bin ich zu langsam», sondern «unter welchen Bedingungen soll ich das lernen».

Fragen, die dir helfen können

  • Welche konkreten digitalen Tools oder Prozesse bereiten aktuell die grösste Unsicherheit?
  • Wie viel Einarbeitungszeit stand bei der Einführung dieser Systeme tatsächlich zur Verfügung?
  • Welche Unterstützung (Schulung, Ansprechpartner:innen) könnte den Umgang mit Digitalisierung erleichtern?
  • Wie liesse sich der Lernprozess in kleinere, machbare Schritte unterteilen?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Gezielt um Einarbeitung oder Schulung für die aktuell relevanten digitalen Tools bitten
  • Sich bewusst Zeit für das schrittweise Erlernen neuer digitaler Systeme einräumen
  • Eine vertraute Ansprechperson für digitale Fragen im Arbeitsumfeld identifizieren
  • Kleine, konkrete digitale Kompetenzen priorisiert lernen, statt alles gleichzeitig bewältigen zu wollen

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Ein Coaching ist sinnvoll, wenn das Gefühl des Hinterherhinkens stark belastet und an der eigenen beruflichen Sicherheit nagt. Auch wenn die Unsicherheit als Charakterfrage gedeutet wird, obwohl die Rahmenbedingungen – zu wenig Zeit, keine Anleitung – das eigentliche Problem sind. Wer neue Systeme mühsam, aber verlässlich lernt, braucht keine Begleitung.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird ein schrittweiser Weg gebaut, der digitale Kompetenzen priorisiert statt alles gleichzeitig zu verlangen: Was ist jetzt wichtig, wo darf man später nachziehen. Parallel wird geklärt, welche Unterstützung – Schulung, feste Ansprechperson – eingefordert werden kann. Ein erster Schritt kann sein, für das aktuell schwierigste Tool gezielt eine Einarbeitung zu verlangen. Was sich verändert: Der Lernprozess wird planbar und in machbare Stücke geteilt, statt als endloser Rückstand zu wirken.

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