Preise für die eigene Leistung selbstbewusst verlangen
Selbstbewusste Preisgestaltung basiert auf einer klaren Kalkulation des eigenen Werts, nicht auf Bauchgefühl oder Angst vor Ablehnung. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Preise für die eigene Leistung selbstbewusst zu verlangen fällt vielen Selbstständigen schwer – die Sorge, zu teuer zu sein oder Kundinnen zu verlieren, führt zu einer dauerhaften Unterbewertung der eigenen Arbeit. Preise werden bei der leisesten Rückfrage nach unten korrigiert, Preisverhandlungen werden vermieden, und trotz guter Auftragslage bleibt das Einkommen niedriger als möglich.
Mögliche Ursachen:
- Die Sorge, mit angemessenen Preisen Kund:innen an günstigere Konkurrenz zu verlieren
- Ein geringes Selbstwertgefühl bezüglich der eigenen fachlichen Leistung
- Fehlende klare Kalkulation des tatsächlichen Werts der eigenen Arbeit
- Die Schwierigkeit, den eigenen Preis in Verhandlungen selbstbewusst zu vertreten
- Der Vergleich mit anderen Anbieter:innen, die niedrigere Preise verlangen
Typische Gedanken:
- Was, wenn Kund:innen meinen Preis als zu hoch empfinden und abspringen?
- Bin ich meine Arbeit wirklich so viel wert?
- Ich fühle mich unwohl dabei, über Geld zu verhandeln
- Andere verlangen weniger, vielleicht sollte ich das auch
Typische Situationen:
- Preise werden bei der leisesten Rückfrage von Kund:innen schnell nach unten korrigiert
- Die eigene Preiskalkulation liegt spürbar unter dem, was vergleichbare Anbieter:innen verlangen
- Preisverhandlungen werden als besonders unangenehm empfunden und möglichst vermieden
- Trotz guter Auftragslage bleibt das Einkommen niedriger als es sein könnte
Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen
Erfahrene Coaches unterscheiden den Preis als Meinung vom Preis als Kalkulation. Ein Preis, den man aus dem Bauch heraus nennt, klingt wie eine Meinung – und Meinungen lassen sich diskutieren, drücken, in Frage stellen. Ein Preis, der aus einer nachvollziehbaren Rechnung stammt – so viel Zeit, so viel Erfahrung, das ist der Marktwert –, ist eine Tatsache. Tatsachen nennt man ruhig, ohne sich zu rechtfertigen. Die Sicherheit im Gespräch kommt aus der Kalkulation davor.
Fragen, die dir helfen können
- Wie wurde der aktuelle Preis kalkuliert - basierend auf tatsächlichem Aufwand und Wert oder auf Unsicherheit?
- Welche marktüblichen Preise verlangen vergleichbare Anbieter:innen für ähnliche Leistungen?
- Was genau macht Preisverhandlungen so unangenehm?
- Wie würde sich eine Preiserhöhung tatsächlich auf die Kund:innenbindung auswirken - basiert die Sorge auf Erfahrung oder Annahme?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Eine transparente Kalkulation basierend auf Zeitaufwand, Expertise und Marktwert erstellen
- Marktübliche Preise für vergleichbare Leistungen recherchieren
- Eine klare, selbstbewusste Formulierung für die Preisnennung entwickeln und üben
- Eine moderate Preiserhöhung testweise bei neuen Kund:innen einführen
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Wenn deine Preise dauerhaft unter dem tatsächlichen Wert liegen, wenn dich Preisverhandlungen stark verunsichern, oder wenn du dich fragst, ob deine Arbeit wirklich so viel wert ist – dann lohnt es sich, den Preis auf eine solide Grundlage zu stellen.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Ein Coach hilft, eine transparente Kalkulation aus Zeitaufwand, Expertise und Marktwert zu erstellen, marktübliche Preise zu recherchieren und eine klare, selbstbewusste Formulierung für die Preisnennung zu entwickeln und zu üben. Was sich verändert: Der Preis wird sagbar, weil er begründet ist.



