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Selbstzweifel, ob man als Unternehmer:in überhaupt geeignet ist

Selbstzweifel an der eigenen unternehmerischen Eignung betreffen auch erfolgreiche Unternehmer:innen und sagen wenig über die tatsächliche Kompetenz aus. Diese Seite zeigt, wie sich dieser Zweifel einordnen lässt.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Selbstzweifel, ob man als Unternehmerin überhaupt geeignet ist, betreffen viele Gründerinnen – trotz sichtbarer Erfolge bleibt das Gefühl, eigentlich nicht für diese Rolle gemacht zu sein. Erfolge werden dem Zufall zugeschrieben, der Vergleich mit vermeintlich sichereren Unternehmerinnen verunsichert, und Rückschläge werden als Beweis der eigenen Ungeeignetheit erlebt.

Mögliche Ursachen:

  • Das sogenannte Impostor-Phänomen, bei dem eigene Erfolge nicht der eigenen Fähigkeit zugeschrieben werden
  • Der Vergleich mit vermeintlich erfolgreicheren oder sichereren Unternehmer:innen
  • Fehlende formale unternehmerische Vorbildung, die als Mangel empfunden wird
  • Rückschläge oder Fehler, die als Beweis mangelnder Eignung interpretiert werden
  • Ein hoher eigener Anspruch daran, wie eine "echte" Unternehmerpersönlichkeit sein sollte

Typische Gedanken:

  • Bin ich wirklich für diese Rolle geeignet, oder habe ich einfach nur Glück gehabt?
  • Andere Unternehmer:innen wirken so viel sicherer als ich
  • Was, wenn alle merken, dass ich eigentlich nicht weiss, was ich tue?
  • Meine Erfolge fühlen sich nicht wirklich verdient an

Typische Situationen:

  • Erfolge werden eher dem Zufall oder äusseren Umständen zugeschrieben als der eigenen Fähigkeit
  • Der Vergleich mit anderen Unternehmer:innen führt zu wiederkehrenden Selbstzweifeln
  • Rückschläge werden als Bestätigung der eigenen vermeintlichen Ungeeignetheit erlebt
  • Die eigene Unsicherheit wird nach aussen sorgfältig verborgen

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches machen deutlich: Es gibt nicht DEN Unternehmertyp, an dem man sich messen könnte. Das Bild des risikofreudigen, jederzeit souveränen Machers ist ein Klischee, kein Realbild – die meisten erfolgreichen Selbstständigen zweifeln regelmässig. Unternehmerin ist nicht, wer einem Typ entspricht, sondern wer es tut und dabei lernt. Das Impostor-Gefühl vergleicht dich mit einer Figur, die es so nicht gibt.

Fragen, die dir helfen können

  • Welche konkreten Erfolge wurden bisher erzielt, und wie viel davon wird der eigenen Fähigkeit zugeschrieben?
  • Woher stammt das eigene Bild einer "echten" Unternehmerpersönlichkeit - und ist es realistisch?
  • Wie wurde mit bisherigen Rückschlägen tatsächlich umgegangen, und was sagt das über die eigene Kompetenz aus?
  • Was würde helfen, die eigenen Erfolge als tatsächlich verdient anzuerkennen?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Die eigenen bisherigen unternehmerischen Erfolge und die dafür nötigen Fähigkeiten bewusst dokumentieren
  • Sich mit anderen Unternehmer:innen über deren eigene Selbstzweifel austauschen
  • Das eigene Bild einer "idealen" Unternehmerpersönlichkeit kritisch hinterfragen
  • Rückschläge als Teil des unternehmerischen Lernprozesses statt als Beweis der Ungeeignetheit einordnen

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Wenn die Selbstzweifel trotz sichtbarer Erfolge anhalten und belasten, wenn du fürchtest, alle könnten merken, dass du nicht weisst, was du tust, oder wenn sich deine Erfolge nicht verdient anfühlen – dann lohnt es sich, den Massstab anzuschauen.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Ein Coach trennt das Impostor-Gefühl von der tatsächlichen unternehmerischen Kompetenz: die eigenen Erfolge und die dafür nötigen Fähigkeiten dokumentieren, sich mit anderen Unternehmerinnen über deren Selbstzweifel austauschen, das eigene Bild einer «idealen» Unternehmerpersönlichkeit hinterfragen. Was sich verändert: Ein realistisches Selbstbild ersetzt das Klischee.

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