Die erste Mitarbeiterin einstellen und die Verantwortung dafür spüren
Die erste Mitarbeiterin einzustellen, ist ein grosser, aber machbarer Schritt in die nächste Unternehmensphase - mit klarer Vorbereitung lässt sich diese neue Verantwortung gut tragen. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Die erste Mitarbeiterin oder den ersten Mitarbeiter einzustellen, ist ein bedeutender Schritt für jede Selbstständige – die damit verbundene neue Verantwortung als Arbeitgeberin wird oft stärker gespürt als erwartet. Zur Unsicherheit über die eigenen Führungsfähigkeiten kommt der finanzielle Druck eines zusätzlichen Gehalts und die Verantwortung, jetzt auch für die Existenz einer anderen Person mitzusorgen.
Mögliche Ursachen:
- Der Übergang von der alleinigen Verantwortung zur Verantwortung für eine weitere Person
- Fehlende bisherige Erfahrung in der Rolle als Arbeitgeber:in
- Die Sorge, den neuen finanziellen und organisatorischen Anforderungen nicht gerecht zu werden
- Unsicherheit über die eigenen Führungsfähigkeiten, die bisher nicht gefordert waren
- Die Verantwortung, nicht nur für die eigene Existenz, sondern auch für die einer anderen Person zu sorgen
Typische Gedanken:
- Bin ich überhaupt bereit, Arbeitgeber:in zu sein?
- Was, wenn ich die Verantwortung für eine weitere Person nicht tragen kann?
- Ich habe noch nie jemanden geführt, wie soll ich das jetzt gut machen?
- Diese neue Verantwortung fühlt sich grösser an, als ich erwartet hatte
Typische Situationen:
- Die Entscheidung, die erste Mitarbeiterin einzustellen, wurde lange abgewogen und fühlt sich trotzdem gross an
- Unsicherheit über die eigene Rolle als Führungsperson taucht erstmals konkret auf
- Finanzielle Verantwortung für ein zusätzliches Gehalt wird als zusätzlicher Druck empfunden
- Der Übergang vom Einzelunternehmer zum Arbeitgeber erfordert neue organisatorische Strukturen
Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen
Erfahrene Coaches deuten das mulmige Gefühl positiv: Es ist ein Zeichen von Reife, nicht von Unfähigkeit. Bis jetzt hing an deinen Entscheidungen deine eigene Existenz – jetzt hängt eine zweite dran. Dass sich das grösser anfühlt, ist eine angemessene Reaktion auf eine grössere Verantwortung, nicht ein Beweis, dass du es nicht kannst. Wer diese Verantwortung leichtfertig nähme, wäre der schlechtere Arbeitgeber.
Fragen, die dir helfen können
- Welche konkreten Aufgaben soll die neue Mitarbeiterin übernehmen, und wie klar sind diese definiert?
- Welche Führungsfähigkeiten sind bereits vorhanden, und wo besteht Unsicherheit?
- Wie sieht die finanzielle Kalkulation für dieses zusätzliche Gehalt konkret aus?
- Welche Unterstützung (rechtlich, organisatorisch) wird für den Einstieg als Arbeitgeber:in gebraucht?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Klare Aufgaben und Erwartungen für die neue Stelle im Vorfeld definieren
- Sich über arbeitsrechtliche Grundlagen als Arbeitgeber:in informieren
- Eine realistische finanzielle Kalkulation für die neue Position erstellen
- Sich mit anderen Unternehmer:innen über deren erste Einstellungserfahrung austauschen
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Wenn die Verantwortung als erste Arbeitgeberin stark verunsichert, wenn du dich fragst, ob du überhaupt bereit dafür bist, oder wenn du dir eine gute Vorbereitung auf diesen Schritt wünschst – dann lohnt sich Begleitung.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Ein Coach hilft, klare Aufgaben und Erwartungen für die Stelle zu definieren, sich über die arbeitsrechtlichen Grundlagen zu informieren, eine realistische Kalkulation zu erstellen und die eigene Führungskompetenz für diesen Übergang zu stärken. Was sich verändert: Aus einem grossen, diffusen Schritt wird eine Liste vorbereitbarer Punkte.




