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Gekündigt, aber der Arbeitgeber will mich nicht gehen lassen

Ein Gegenangebot nach der Kündigung stellt eine eigentlich klare Entscheidung noch einmal auf die Probe. Diese Seite hilft einzuordnen, ob das Gegenangebot die ursprünglichen Gründe für die Kündigung wirklich löst.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Wenn nach einer ausgesprochenen Kündigung der Arbeitgeber mit einem Gegenangebot oder Druck reagiert und die Kündigung nicht akzeptieren will, entsteht eine ungewohnte Drucksituation - die eigentlich klare Entscheidung wird plötzlich wieder infrage gestellt.

Mögliche Ursachen:

  • Der Arbeitgeber macht ein attraktives Gegenangebot (Gehalt, Position), um die Kündigung rückgängig zu machen
  • Fehlende personelle Alternativen erschweren dem Arbeitgeber die Akzeptanz
  • Emotionaler Druck oder Appelle an Loyalität und gemeinsame Geschichte
  • Unsicherheit, ob die ursprünglichen Gründe für die Kündigung durch das Gegenangebot tatsächlich gelöst wären
  • Die eigene Tendenz, Konflikten und Enttäuschung anderer aus dem Weg zu gehen

Typische Gedanken:

  • Vielleicht meinen sie es diesmal wirklich ernst mit der Veränderung
  • Ich fühle mich schuldig, sie in dieser Situation zurückzulassen
  • Was, wenn das Gegenangebot besser ist als die neue Stelle?
  • Ich weiss nicht mehr, was ich eigentlich will

Typische Situationen:

  • Ein überraschendes Gegenangebot mit mehr Gehalt oder einer neuen Position erhalten
  • Vom Vorgesetzten emotional angesprochen werden, warum die Kündigung überdacht werden sollte
  • Zwischen der neuen Stelle und dem Gegenangebot erneut hin- und hergerissen sein
  • Merken, dass die ursprünglichen Gründe für die Kündigung durch das Angebot gar nicht gelöst werden

Fragen, die dir helfen können

  • Löst das Gegenangebot die eigentlichen Gründe für die Kündigung, oder nur die Symptome?
  • Was hat sich am grundsätzlichen Verhältnis zum Arbeitgeber durch das Gegenangebot verändert?
  • Wie stabil wäre die neue Situation langfristig, wenn der aktuelle Druck erst einmal weg ist?
  • Was spricht neben dem Gegenangebot noch für den bereits zugesagten neuen Job?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Die ursprünglichen Kündigungsgründe schriftlich festhalten und mit dem Gegenangebot abgleichen
  • Sich bewusst Bedenkzeit nehmen, statt unter Druck sofort zu entscheiden
  • Mit einer aussenstehenden Person die Situation nüchtern durchsprechen
  • Prüfen, welche Konsequenzen eine Absage an den neuen Arbeitgeber hätte

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Ein Coaching hilft, wenn der Druck des Gegenangebots eine eigentlich klare Entscheidung wieder ins Wanken bringt und schnell reagiert werden muss.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird das Gegenangebot nüchtern gegen die ursprünglichen Kündigungsgründe gehalten, sodass eine Entscheidung nicht aus Druck oder Schuldgefühl, sondern aus Klarheit getroffen wird.

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