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Multitasking macht alles langsamer statt schneller

Multitasking fühlt sich effizient an, ist aber wissenschaftlich meist das Gegenteil - fokussiertes, einzelnes Arbeiten führt in der Regel schneller zu besseren Ergebnissen. Diese Seite zeigt, wie sich das im Alltag umsetzen lässt.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Um möglichst viel gleichzeitig zu schaffen, werden mehrere Aufgaben parallel bearbeitet – das Ergebnis ist jedoch häufig, dass alles länger dauert und die Qualität leidet. Man springt zwischen Aufgaben und Tabs hin und her, führt ein Telefonat während einer konzentrierten Tätigkeit und erledigt beides schlechter, und nach einem «produktiven» Tag ist wenig wirklich fertig.

Mögliche Ursachen:

  • Die Annahme, gleichzeitiges Arbeiten an mehreren Aufgaben spare grundsätzlich Zeit
  • Häufige Unterbrechungen, die den eigentlichen Fokus immer wieder stören
  • Der Wunsch, keiner der anfallenden Aufgaben Zeit "wegzunehmen"
  • Fehlende Übung im bewussten, fokussierten Arbeiten an einer einzigen Aufgabe

Typische Gedanken:

  • Ich versuche, alles gleichzeitig zu erledigen, damit ich schneller vorankomme
  • Am Ende habe ich aber das Gefühl, nichts richtig fertig zu bekommen
  • Ich springe ständig zwischen Aufgaben hin und her
  • Warum dauert am Ende alles länger, obwohl ich mehrere Dinge gleichzeitig mache?

Typische Situationen:

  • Mehrere Browser-Tabs oder Aufgaben gleichzeitig offen halten, ohne eine wirklich abzuschliessen
  • Ein Telefonat während einer anderen konzentrierten Tätigkeit führen und beides schlechter erledigen
  • Nach einem "produktiven" Tag trotzdem wenig tatsächlich Fertiges vorweisen können
  • Häufige Unterbrechungen führen zu langsamerem statt schnellerem Fortschritt

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches erklären: Das Gehirn kann nicht wirklich zwei anspruchsvolle Dinge gleichzeitig tun – es schaltet schnell zwischen ihnen um. Jedes Umschalten kostet: Man muss sich neu hineindenken, verliert den Kontext, macht mehr Fehler. Zehn Wechsel pro Stunde fühlen sich geschäftig an und sind es auch – nur eben in der Verwaltung des Wechselns, nicht in der Arbeit. Eine Sache nach der anderen ist fast immer schneller, auch wenn es sich langsamer anfühlt.

Fragen, die dir helfen können

  • Bei welchen Aufgaben neige ich am meisten dazu, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun?
  • Wie fühlt sich das Ergebnis von Multitasking im Vergleich zu fokussiertem Arbeiten tatsächlich an?
  • Was hält mich davon ab, mich bewusst nur einer Aufgabe zu widmen?
  • Welche Unterbrechungen liessen sich während konzentrierter Arbeitsphasen vermeiden?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Feste, ungestörte Zeitblöcke für einzelne Aufgaben einplanen
  • Benachrichtigungen und andere Ablenkungen während fokussierter Arbeitsphasen bewusst ausschalten
  • Aufgaben nacheinander statt parallel priorisieren
  • Die eigene Produktivität nach fokussiertem Arbeiten bewusst beobachten und vergleichen

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Wenn Multitasking trotz gegenteiliger Absicht regelmässig zu Verzögerungen, Fehlern oder Erschöpfung führt, wenn du das Gefühl hast, nichts richtig fertig zu bekommen, oder wenn dich die ständigen Wechsel auslaugen – dann lohnt es sich, fokussiertes Arbeiten gezielt aufzubauen.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Ein Coach hilft, feste ungestörte Zeitblöcke für einzelne Aufgaben einzuplanen, Benachrichtigungen während Fokusphasen abzuschalten und Aufgaben bewusst nacheinander statt parallel zu priorisieren. Die eigene Produktivität nach fokussiertem Arbeiten wird beobachtet und verglichen. Was sich verändert: Betriebsamkeit wird durch tatsächlichen Fortschritt ersetzt.

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