Übernimmt ständig Aufgaben anderer aus schlechtem Gewissen
Aufgaben anderer aus schlechtem Gewissen zu übernehmen, entlastet kurzfristig das eigene Unbehagen, verschärft aber langfristig die eigene Überlastung. Diese Seite zeigt, wie sich dieses Muster durchbrechen lässt.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Aufgaben anderer werden immer wieder übernommen - nicht aus freien Stücken, sondern aus einem schlechten Gewissen heraus, das entsteht, sobald jemand um Hilfe bittet oder sichtlich überfordert wirkt.
Mögliche Ursachen:
- Ein starkes Verantwortungsgefühl für das Wohl anderer
- Die Sorge, als egoistisch zu gelten, wenn nicht geholfen wird
- Schwierigkeiten, die eigene Kapazität realistisch einzuschätzen
Typische Gedanken:
- Wenn ich nicht helfe, wer dann?
- Ich fühle mich schuldig, wenn ich ablehne
- Am Ende trage ich die Aufgaben von mehreren Personen
Typische Situationen:
- Eine Kollegin oder ein Kollege bittet um Hilfe, und die Aufgabe wird vollständig übernommen
- Die eigene Arbeit bleibt liegen, weil fremde Aufgaben Vorrang bekommen
- Andere verlassen sich zunehmend darauf, dass übernommen wird
Fragen, die dir helfen können
- Ist die Übernahme wirklich nötig, oder folge ich nur einem schlechten Gewissen?
- Was würde passieren, wenn die andere Person die Aufgabe selbst löst?
- Wie viel meiner eigenen Kapazität geht bereits für fremde Aufgaben drauf?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Vor der Übernahme bewusst die eigene Kapazität prüfen
- Unterstützung anbieten, ohne die Aufgabe vollständig zu übernehmen
- Das schlechte Gewissen als Gefühl wahrnehmen, ohne ihm automatisch zu folgen
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Coaching hilft, wenn das ständige Übernehmen fremder Aufgaben die eigene Arbeit und Erholung regelmässig beeinträchtigt.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Im Coaching wird das schlechte Gewissen hinter der Übernahme eingeordnet und eine gesündere Grenze zwischen Hilfsbereitschaft und Selbstschutz entwickelt.

