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Sich in verschiedenen Lebensbereichen wie eine andere Person geben müssen

Unterschiedliches Verhalten in unterschiedlichen Rollen ist grundsätzlich normal - problematisch wird es erst, wenn kein gemeinsamer, authentischer Kern mehr spürbar ist. Diese Seite zeigt, wie sich dieser Kern wiederfinden lässt.

Was hinter dieser Situation stecken kann

In unterschiedlichen Lebensbereichen – Job, Familie, Freundeskreis – fühlt sich das eigene Verhalten jeweils wie eine andere Rolle an, fast wie eine andere Person. Diese ständige Anpassung kostet Kraft und wirft die Frage auf, wer man eigentlich «wirklich» ist. Beim Wechsel zwischen den Kontexten muss man sich regelrecht «umschalten», und nach Situationen mit viel Anpassung folgt Erschöpfung. Manchmal weiss man nicht mehr, welche Version die echte ist.

Mögliche Ursachen:

  • Unterschiedliche Erwartungen der jeweiligen Umgebungen, die stark verinnerlicht wurden
  • Fehlende bewusste Verbindung zwischen den einzelnen Rollen und dem eigenen Kern
  • Frühere Erfahrungen, bei denen Authentizität in bestimmten Kontexten negativ sanktioniert wurde
  • Die Vorstellung, dass unterschiedliche Rollen automatisch unterschiedliche Persönlichkeiten bedeuten

Typische Gedanken:

  • Im Job bin ich jemand ganz anderes als zu Hause
  • Ich weiss manchmal nicht mehr, welche Version von mir die echte ist
  • Es kostet mich Kraft, ständig zwischen diesen Rollen zu wechseln
  • Gibt es überhaupt einen gemeinsamen Kern hinter all diesen Rollen?

Typische Situationen:

  • Sich beim Wechsel zwischen Arbeitsumfeld und Privatleben regelrecht "umschalten" müssen
  • Verhalten und Tonfall verändern sich stark je nach sozialem Kontext
  • Ein Gefühl von Erschöpfung nach Situationen, die viel Anpassung erforderten
  • Unsicherheit, welches Verhalten in einer neuen Situation "richtig" wäre

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches unterscheiden die Rolle wechseln von die Person wechseln. In verschiedenen Kontexten anders aufzutreten ist gesund – niemand redet mit dem Chef wie mit dem besten Freund. Anstrengend wird es erst ohne ruhenden Kern: wenn jede Rolle bei null anfängt und man selbst nicht mehr weiss, welche keine Rolle ist. Der Kern ist kein festes Verhalten, sondern ein Satz Werte, die in jeder Rolle gleich bleiben.

Fragen, die dir helfen können

  • Was ist über alle meine unterschiedlichen Rollen hinweg tatsächlich gleich geblieben?
  • In welcher Rolle fühle ich mich meinem eigentlichen Selbst am nächsten?
  • Welche Anpassung kostet mich am meisten Kraft - und warum genau diese?
  • Was würde sich ändern, wenn ich in jeder Rolle etwas mehr von meinem eigenen Kern zeige?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Die eigenen Werte identifizieren, die in jeder Rolle gültig bleiben sollen
  • In einer Rolle bewusst ein kleines Stück mehr Authentizität zulassen
  • Nach besonders anstrengenden Rollenwechseln bewusst Erholung einplanen
  • Beobachten, welche Rollenanpassung wirklich notwendig ist und welche eher übernommen wurde

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Ein Coaching kann helfen, wenn die Anpassung an unterschiedliche Rollen zunehmend erschöpft und der eigene authentische Kern schwer greifbar wird. Ein Anzeichen ist Unsicherheit, welches Verhalten in einer neuen Situation «richtig» wäre.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird der gemeinsame Kern hinter den unterschiedlichen Rollen herausgearbeitet – das schafft mehr innere Stabilität bei gleichzeitiger situativer Flexibilität. Man identifiziert die eigenen Werte, die in jeder Rolle gültig bleiben sollen, lässt in einer Rolle bewusst ein Stück mehr Authentizität zu und prüft, welche Rollenanpassung wirklich nötig ist und welche eher übernommen wurde. Was sich verändert: Die Rollen fangen nicht mehr bei null an, sondern haben einen ruhenden Bezugspunkt.

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