Fusion oder Übernahme der eigenen Firma verkraften
Eine Fusion oder Übernahme lässt sich selten beeinflussen, aber der eigene Umgang damit sehr wohl. Diese Seite zeigt, wie sich mit dieser besonderen Form der Veränderung umgehen lässt.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Eine Fusion oder Übernahme der eigenen Firma zu verkraften bedeutet, mit erheblicher Unsicherheit über die eigene Position, das Team und die künftige Kultur umzugehen – Veränderungen, die kaum in der eigenen Kontrolle liegen. Vertraute Strukturen und Ansprechpersonen fallen weg, zwei unterschiedliche Arbeitsweisen prallen aufeinander, und wichtige Informationen kommen erst spät oder unklar an.
Mögliche Ursachen:
- Unsicherheit über den Fortbestand der eigenen Position nach der Fusion
- Die Vermischung zweier unterschiedlicher Unternehmenskulturen
- Fehlende oder verzögerte Kommunikation über konkrete Auswirkungen
- Der Verlust vertrauter Strukturen, Teams oder Ansprechpersonen
- Frühere negative Erfahrungen mit Übernahmen oder Fusionen
Typische Gedanken:
- Was bedeutet das jetzt konkret für meine Stelle?
- Ich weiss nicht, wie das neue Unternehmen tickt
- Alles, was vertraut war, verändert sich gerade
- Wie soll ich mich auf etwas vorbereiten, das ich nicht beeinflussen kann?
Typische Situationen:
- Vertraute Teams oder Zuständigkeiten werden im Zuge der Fusion neu organisiert
- Unterschiedliche Arbeitsweisen und Kulturen der beiden Unternehmen prallen aufeinander
- Wichtige Informationen zur eigenen Position kommen erst spät oder unklar an
- Die eigene Motivation leidet unter der anhaltenden Unsicherheit
Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen
Erfahrene Coaches trennen das Abwarten vom Gestalten. Die Fusion selbst – ob sie kommt, wie sie zugeschnitten wird – ist nicht deine Entscheidung; dagegen anzukämpfen kostet nur Kraft. Deine Position darin ist gestaltbar: welche Kontakte du im neuen Haus knüpfst, wie du deine Rolle darstellst, wie schnell du die neuen Abläufe verstehst. Wer diese zweite Ebene bespielt, ist nach der Fusion oft besser positioniert als vorher.
Fragen, die dir helfen können
- Welche konkreten Informationen zur eigenen Position sind bereits bekannt, und welche fehlen noch?
- Was liegt in der eigenen Kontrolle, auch wenn die grosse Entscheidung nicht beeinflussbar ist?
- Wie unterscheidet sich die neue Unternehmenskultur von der bisherigen, und was bedeutet das persönlich?
- Welche eigenen Stärken und Erfahrungen bleiben unabhängig vom Ausgang der Fusion wertvoll?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Aktiv nach verfügbaren offiziellen Informationen fragen, statt sich auf Gerüchte zu verlassen
- Die eigene berufliche Situation vorsorglich absichern (Netzwerk, Lebenslauf aktuell halten)
- Sich bewusst mit der neuen Unternehmenskultur auseinandersetzen, statt sie nur abzulehnen
- Kontakte zu neuen Kolleg:innen aktiv suchen, um Unsicherheit zu reduzieren
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Wenn eine Fusion oder Übernahme dich stark verunsichert, wenn du nicht weisst, wie das neue Unternehmen tickt, oder wenn deine Motivation unter der anhaltenden Ungewissheit leidet – dann hilft es, den Fokus auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu lenken.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Ein Coach hilft, aktiv nach offiziellen Informationen zu fragen statt sich auf Gerüchte zu verlassen, die eigene berufliche Lage vorsorglich abzusichern und sich bewusst mit der neuen Kultur auseinanderzusetzen statt sie nur abzulehnen. Kontakte zu neuen Kolleginnen werden gezielt gesucht. Was sich verändert: Aus Abwarten wird aktives Gestalten des eigenen Platzes.

