Nach einem Scheitern das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verlieren
Nach einem Scheitern das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu verlieren, ist eine natürliche, aber überwindbare Reaktion - entscheidend ist, das Scheitern als einzelnes Ereignis statt als grundsätzliches Urteil zu verstehen. Diese Seite zeigt, wie das gelingt.
Was hinter dieser Situation stecken kann
Nach einem Scheitern – beruflich oder privat – wird nicht nur die konkrete Situation, sondern das grundsätzliche Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erschüttert. Auch neue Aufgaben werden von starker Selbstunsicherheit begleitet: Man agiert übermässig vorsichtig, meidet Herausforderungen aus Angst vor erneutem Scheitern, und die eigene Kompetenz wird grundsätzlich infrage gestellt.
Mögliche Ursachen:
- Ein Scheitern wird als generelles Urteil über die eigene Kompetenz statt als einzelnes Ereignis gedeutet
- Fehlende Verarbeitung des Scheiterns, sodass es weiterhin unverarbeitet nachwirkt
- Ein ohnehin fragiles Selbstvertrauen, das durch das Scheitern zusätzlich geschwächt wurde
- Die Sorge, ein ähnliches Scheitern könnte sich wiederholen
Typische Gedanken:
- Seit diesem Scheitern traue ich mir selbst weniger zu
- Was, wenn das wieder passiert?
- Ich fühle mich seither unsicherer bei Dingen, die ich früher problemlos konnte
- Ich weiss nicht, wie ich das Vertrauen in mich selbst zurückgewinnen soll
Typische Situationen:
- Nach einem gescheiterten Projekt bei ähnlichen Aufgaben übermässig vorsichtig agieren
- Neue Herausforderungen werden aus Angst vor erneutem Scheitern gemieden
- Die eigene Kompetenz wird nach dem Scheitern grundsätzlich infrage gestellt
- Ein Gefühl von Unsicherheit, das über die eigentliche gescheiterte Situation hinausreicht
Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen
Erfahrene Coaches unterscheiden das Ereignis von der Eigenschaft. Ein Scheitern ist ein Datenpunkt zu einer bestimmten Situation – dieses Projekt, unter diesen Umständen, mit diesen Faktoren, von denen viele ausserhalb der eigenen Kontrolle lagen. Es ist kein Beweis für eine dauerhafte Unfähigkeit. Das Selbstvertrauen bricht ein, wenn aus «das ist schiefgegangen» ein «ich kann das nicht» wird. Die Arbeit besteht darin, das Ereignis wieder auf seine tatsächliche Grösse zu bringen.
Fragen, die dir helfen können
- Was genau ist bei dem Scheitern passiert - und was davon lag wirklich in meiner Kontrolle?
- Welche Fähigkeiten habe ich vor diesem Ereignis erfolgreich unter Beweis gestellt?
- Ist mein aktuelles Misstrauen in mich selbst durch die Fakten gerechtfertigt oder eher gefühlsgetrieben?
- Was würde helfen, wieder Vertrauen in eine bestimmte Fähigkeit aufzubauen?
Was du selbst ausprobieren kannst
- Das Scheitern sachlich analysieren und von der grundsätzlichen eigenen Kompetenz trennen
- Frühere Erfolge bewusst wieder ins Bewusstsein rufen
- Mit einer kleinen, überschaubaren Aufgabe neues Vertrauen aufbauen
- Das Scheitern als konkrete Lernerfahrung statt als grundsätzliches Versagen einordnen
Wann Unterstützung sinnvoll sein kann
Wenn das Vertrauen in deine Fähigkeiten nach einem Scheitern nachhaltig geschwächt bleibt und neue Herausforderungen erschwert, wenn du dir bei Dingen weniger zutraust, die du früher problemlos konntest, oder wenn du fürchtest, es könnte sich wiederholen – dann lohnt es sich, das Scheitern einzuordnen.
Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann
Ein Coach hilft, das Scheitern sachlich zu analysieren und von der grundsätzlichen Kompetenz zu trennen, frühere Erfolge wieder ins Bewusstsein zu rufen und mit einer kleinen, überschaubaren Aufgabe neues Vertrauen aufzubauen. Was sich verändert: Das Scheitern wird eine Lernerfahrung statt eines Urteils.





