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Sich selbst immer an letzter Stelle setzen

Sich selbst an letzter Stelle zu setzen fühlt sich oft wie Fürsorge an - ist auf Dauer aber nicht durchhaltbar. Diese Seite zeigt, wie sich die eigene Person wieder einen angemessenen Platz erkämpfen kann.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Die Bedürfnisse anderer werden fast automatisch vor die eigenen gestellt - im Job, in der Familie, in Freundschaften. Die eigene Person kommt dabei regelmässig zu kurz, was langfristig erschöpft.

Mögliche Ursachen:

  • Eine erlernte Rolle als "die Kümmernde" oder "der Verlässliche" seit früher Kindheit
  • Ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung, das über das Erfüllen fremder Bedürfnisse gesucht wird
  • Die Sorge, als egoistisch zu gelten, wenn eigene Bedürfnisse Priorität bekommen
  • Fehlende Übung darin, eigene Bedürfnisse überhaupt zu erkennen

Typische Gedanken:

  • Die anderen brauchen mich gerade mehr als ich mich selbst
  • Ich komme sowieso immer zuletzt dran
  • Es fühlt sich falsch an, mich selbst an erste Stelle zu setzen
  • Wann ist eigentlich mal Zeit für mich?

Typische Situationen:

  • Eigene Pläne werden regelmässig zugunsten der Bedürfnisse anderer verschoben
  • Erschöpfung wird ignoriert, solange andere noch etwas brauchen
  • Bei der Frage "Was möchtest du?" fällt zunächst keine Antwort ein
  • Ein schlechtes Gewissen, wenn ausnahmsweise Zeit für sich selbst genommen wird

Fragen, die dir helfen können

  • Wann habe ich zuletzt bewusst etwas nur für mich selbst getan?
  • Was befürchte ich, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse einmal in den Vordergrund stelle?
  • Wer in meinem Leben würde es tatsächlich negativ bewerten, wenn ich mich selbst priorisiere?
  • Was würde sich verändern, wenn ich regelmässig kleine Zeiten nur für mich reserviere?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Feste, kleine Zeiten ausschliesslich für die eigenen Bedürfnisse im Kalender reservieren
  • Die eigene Erschöpfung als ernst zu nehmendes Signal statt als Nebensächlichkeit behandeln
  • Bei einer kleinen Entscheidung bewusst die eigene Präferenz an erste Stelle setzen
  • Sich fragen, was eine gute Freundin oder ein guter Freund in derselben Situation raten würde

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Coaching hilft, wenn das ständige Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse bereits zu Erschöpfung führt und aus eigener Kraft keine Veränderung gelingt.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird das Muster hinter der Selbstzurückstellung erkannt und ein realistischer Weg entwickelt, den eigenen Bedürfnissen wieder Raum zu geben.

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