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Neue Dinge ausprobieren, aber die Angst vor dem Scheitern blockiert

Die Angst vor dem Scheitern lässt sich selten durch reine Willenskraft überwinden - hilfreicher ist es, das eigene Bild vom Scheitern selbst zu hinterfragen. Diese Seite zeigt, wie das gelingen kann.

Was hinter dieser Situation stecken kann

Neue Dinge auszuprobieren würde man gerne, doch die Angst vor dem Scheitern lähmt bereits im Vorfeld. Statt es einfach zu versuchen, wird lieber gar nicht erst begonnen, um eine mögliche Enttäuschung zu vermeiden. Eine neue Fähigkeit wird nie wirklich angefangen, Chancen werden aus Angst vor Ablehnung nicht wahrgenommen, und der erste Versuch wird so lange hinausgezögert, bis die Gelegenheit verstreicht. Scheitern wird dabei als endgültiges Urteil statt als Teil eines Lernprozesses verstanden.

Mögliche Ursachen:

  • Ein hoher Anspruch an sich selbst, der Fehler oder Misserfolg schwer erträglich macht
  • Frühere Erfahrungen des Scheiterns, die stark nachwirken
  • Die Sorge um die Bewertung durch andere im Falle eines Misserfolgs
  • Scheitern wird als endgültiges Urteil statt als Teil eines Lernprozesses verstanden

Typische Gedanken:

  • Was, wenn ich es versuche und komplett scheitere?
  • Lieber probiere ich es gar nicht erst, als zu scheitern
  • Andere würden das sehen und ich würde mich schämen
  • Ich wünschte, mich würde das Risiko weniger blockieren

Typische Situationen:

  • Eine neue Fähigkeit oder ein neues Hobby wird nie wirklich begonnen
  • Bewerbungen oder Chancen werden nicht wahrgenommen, aus Angst vor Ablehnung
  • Der erste Versuch wird so lange hinausgezögert, bis die Gelegenheit verstreicht
  • Erfolgreiche andere werden bewundert, ohne selbst den ersten Schritt zu wagen

Wie erfahrene Coaches auf diese Situation schauen

Erfahrene Coaches machen sichtbar, dass Nicht-Versuchen kein sicherer Hafen ist, sondern selbst eine Art zu scheitern – nur eine leisere. Die Wahl steht nicht zwischen Erfolg und Scheitern, sondern zwischen einem möglichen Rückschlag jetzt und dem sicheren Nie-Angefangen-Haben. Wer sich das klarmacht, vergleicht die richtigen Optionen – und die Angst vor dem Versuch verliert an Gewicht.

Fragen, die dir helfen können

  • Was genau würde im "schlimmsten Fall" tatsächlich passieren?
  • Wie würde ich das Scheitern einer anderen Person in derselben Situation bewerten?
  • Was habe ich aus früheren Rückschlägen tatsächlich gelernt?
  • Was ist ein kleines, risikoarmes Experiment, mit dem ich beginnen könnte?

Was du selbst ausprobieren kannst

  • Mit einer kleinen, risikoarmen Version des neuen Vorhabens beginnen
  • Scheitern bewusst als möglichen Teil des Prozesses einplanen, nicht als Ausnahme
  • Frühere Rückschläge auf ihren tatsächlichen Lerneffekt hin betrachten
  • Sich Unterstützung von Menschen holen, die selbst Rückschläge konstruktiv verarbeitet haben

Wann Unterstützung sinnvoll sein kann

Ein Coaching kann helfen, wenn die Angst vor dem Scheitern regelmässig verhindert, neue Dinge überhaupt erst auszuprobieren. Ein Anzeichen ist, dass man erfolgreiche andere bewundert, ohne selbst den ersten Schritt zu wagen.

Wie ein Coach bei diesem Thema helfen kann

Im Coaching wird das eigene Bild von Scheitern und Erfolg neu eingeordnet – das senkt die Hemmschwelle, tatsächlich ins Handeln zu kommen. Man beginnt mit einer kleinen, risikoarmen Version des Vorhabens, plant Scheitern bewusst als möglichen Teil des Prozesses ein und betrachtet frühere Rückschläge auf ihren tatsächlichen Lerneffekt. Was sich verändert: Die Wahl steht nicht mehr zwischen Erfolg und Scheitern, sondern zwischen Versuch und Nicht-Versuch.

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